"Dieser Kampf um das Überleben in der eigenen Identität als Mann, auf der Ebene der Sexualität ausgetragen, spiegelt sich im Bemühen um das «Funktionieren» des Penis." Dr. med. Peter Gehrig

Jeder Körperteil unterliegt einem natürlichen Alterungsprozess. Für die Augen brauchen wir Sehhilfen. Die Haut bekommt Falten. Die Muskelkraft nimmt ab und manche verlieren ihre Haare auf dem Kopf.
Nur der Penis, der muss können, wie mit 20 Jahren. Und das am besten das ganze Leben.
Alles wird auf den Kopf gestellt, wenn sich Schwierigkeiten mit der Erektion einstellen. Denn viele Männer identifizieren sich mit ihrer Stehkraft.
An dieser Stelle sei gesagt, dass Schwierigkeiten mit der Erektion nicht nur bei älteren Männern auftreten, sondern auch Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren betroffen sein können.
Ein Besuch beim Urologe schafft Abhilfe. Man bekommt ein Rezept für PDE-5 Hemmer. Das wohl bekannteste Medikament kennt man unter dem Namen Viagra.
Wenn der Urologe seine Arbeit gut macht, bekommt der Patient eine Anleitung und ein paar Ratschläge zur Anwendung.
Leider kommt es häufig vor, dass das Medikament ohne Hinweise verschrieben wird.
Die Männer nehmen das Medikament ein und warten auf eine Reaktion.
Abgesehen von Kopfschmerzen passiert jedoch nicht viel.
Diese Männer, welche glauben, sie seien defekt, sind der Meinung, dass selbst Viagra ihrem Problem nicht helfen kann. Und das liegt in den meisten Fällen an der fehlenden Aufklärung.
Und um dies zu vermeiden, geben ich hier ein paar Hinweise.
Im Penis gibt es drei Schwellkörper. Diese enthalten Muskelzellen. Durch sexuelle Erregung wird der Botenstoff cGMP gebildet. Durch diesen Stoff entspannen die Muskeln und die Durchblutung wird gesteigert. Eine Erektion entsteht.
Das Enzym PDE-5 (Phosphodiesterase-5) sorgt dafür, dass Blut in den Schwellköpern abfließen kann und der Penis wieder erschlafft.
Damit dies nicht passiert, wird das Enzym durch PDE-5 Hemmer gebunden.
Es gibt Männer die sind bei Einnahme des Medikaments der Meinung, dass sie eine unechte Erektion haben. Sie fühlen sich schlecht mit der Einnahme.
Der Erregungsreflex wird jedoch nicht durch das Medikament ausgelöst. Eine Erektion kommt also nicht von der Einnahme des Medikaments alleine. Des Weiteren muss der Penis stimuliert werden, um zum Orgasmus zu gelangen.
Also wird die Durchblutung im Penis lediglich durch PDE-5 Hemmer unterstützt. Der sexuelle Kontext und die Erregungssteigerung hat der Mann selber zu steuern.
Wenn beim ersten Einnehmen Kopfschmerzen auftreten, sollte das Medikament ein weiteres Mal probiert werden.
Wenn auch dies nicht hilft, kann nochmal Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden, um z.B. ein anderes Medikament zu probieren.
In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht nötig.
Es ist hilfreich, wenn man die Wirkung erst in der Solosexualität ausprobiert. Denn das Einnehmen ist etwas Neues und sollte mit einem Minimum an Stressfaktoren geschehen. Stress wirkt sich negativ auf die Wirkung aus.
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